Gebrauchte Weste Herren: Worauf sollte man beim Kauf achten?
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Bei einer Second-Hand-Weste achten Sie besonders auf Passform, Länge, Knöpfe, Futter, Stoff und den Verstellriemen hinten. Eine gute Weste sollte gut sitzen, ohne zu ziehen, den Hosenbund bedecken und flach über Ihr Hemd fallen. Kleinere Gebrauchsspuren stellen oft kein Problem dar; Deformation, abgenutztes Futter oder gerissene Knopflöcher sind wichtiger.
Da Westen aus relativ wenig Stoff bestehen, sind die Passform und die Details besonders auffällig. Ein kleiner Unterschied in der Länge oder Taille kann daher einen größeren Einfluss haben als bei einer Jacke.
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Warum eine gebrauchte Weste interessant ist
Second Hand findet man deutlich mehr Abwechslung als in einer durchschnittlichen aktuellen Kollektion: klassische Anzugwesten, Tweed, Karos, Wollmischungen, Cord, ausgeprägte Vintage-Modelle und teilweise ältere Schnitte, die man kaum neu antrifft.
Darüber hinaus kann eine Weste ein Outfit problemlos verändern. Bei gleichem Hemd und gleicher Hose kann eine andere Weste die Kombination sofort klassischer, legerer oder markanter machen.
1. Beginnen Sie mit der Passform um Brust und Taille
Eine Weste sollte passen, aber nicht zu eng sein. Wenn die Knöpfe unter Spannung stehen oder sich der Stoff zwischen den Knöpfen auszieht, ist das Modell meist zu klein.
Wenn im Brust- oder Taillenbereich viel Platz ist, sieht die Weste schnell dünn aus. Die Vorderseite sollte glatt und flach fallen.
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2. Überprüfen Sie die Länge
Eine klassische Weste sollte lang genug sein, um im aufrechten Stehen den Hosenbund zu bedecken. Wenn zwischen Weste und Hose immer ein Hemdstreifen zu sehen ist, ist die Weste oft zu kurz oder die Hose wird zu tief getragen.
Bei Vintage-Modellen können die Proportionen anders ausfallen als bei modernen Westen. Achten Sie deshalb nicht nur auf das Größenetikett, sondern vor allem auch darauf, wie die Länge zu Ihrem Körper passt.
3. Schauen Sie sich die Schultern und Armausschnitte an
Die Schulterpartien sollten flach liegen und nicht ansteigen. Die Armlöcher sollten nicht drücken, aber auch nicht so weit sein, dass das Hemd unruhig durch sie hindurch wölbt.
Bei gebrauchten Westen sieht man manchmal, dass sich die Form rund um das Armloch durch jahrelanges Tragen etwas gedehnt hat. Das muss nicht immer ein Problem sein, aber überprüfen Sie es bei der Anprobe.
4. Überprüfen Sie alle Knöpfe und Knopflöcher
Ein lockerer oder fehlender Knopf lässt sich normalerweise leicht reparieren. Wichtiger ist der Zustand der Knopflöcher. Überprüfen Sie, ob sie nicht gerissen oder stark gedehnt sind.
Überprüfen Sie außerdem, ob alle Knoten gleich sind. Bei älteren Westen wurde möglicherweise irgendwann ein Knopf ausgetauscht. Das ist nicht unbedingt eine schlechte Sache, aber man sollte es wissen.
5. Untersuchen Sie den Verstellgurt auf der Rückseite
Viele klassische Westen haben hinten einen Verstellriemen mit Schnalle. Testen Sie, ob es noch funktioniert und ob der Stoff um den Aufsatz intakt ist.
Eine kaputte Schnalle kann oft ersetzt werden, ein gerissener Stoff um den Riemen herum ist jedoch schwieriger. Benutzen Sie den Hosenbund außerdem nur für kleinere Korrekturen: Eine viel zu weite Weste sitzt plötzlich nicht mehr richtig, wenn sie hinten extrem eng gezogen wird.
6. Überprüfen Sie die Vorder- und Rückseite
Die Vorderseite erregt die meiste Aufmerksamkeit, doch bei gebrauchten Westen verrät die Rückseite oft mindestens genauso viel über den Zustand.
Prüfen Sie auf:
- Tragen Sie es um den Verstellgurt herum.
- Zugspuren an den Seitennähten;
- verfärbte oder glänzende Flecken;
- Löcher oder verdünnter Stoff;
- Lose Nähte an Schultern und Armausschnitten.
7. Achten Sie auf das Futter
Bei manchen Westen besteht die Rückseite aus Futterstoff; andere haben auch ein separates Innenfutter. Achten Sie besonders auf Achselhöhlen, Seitennähte, Unterkante und Taschen.
Eine kleine lose Naht lässt sich meist leicht reparieren. Große abgenutzte Stellen oder eine völlig dünn gewordene Rückwand bedeuten mehr Arbeit.
8. Überprüfen Sie die Taschen
Westentaschen sind zwar klein, nehmen aber überraschend viel Kraft in Anspruch. Prüfen Sie, ob die Beuteleingänge nicht herausgerissen sind und tasten Sie sorgfältig ab, ob die Beutelauskleidung noch intakt ist.
Manche Westen haben ursprünglich zugenähte Taschen. Das ist etwas anderes als eine beschädigte Tasche.
9. Suchen Sie nach Abnutzungserscheinungen und Mottenlöchern
Überprüfen Sie bei Woll- und Tweedwesten sorgfältig, ob kleine Löcher vorhanden sind. Schauen Sie nicht nur auf die Vorderseite, sondern auch unter den Armen, auf die Taschen und entlang der Unterkante.
Eine kleine oberflächliche Gebrauchsspur muss kein Problem darstellen. Eine andere Sache sind mehrere Mottenlöcher oder dünne Stellen im Stoff.
10. Die Marke ist weniger wichtig als die Passform
Eine bekannte Marke kann interessant sein, aber bei einer Weste sind oft Passform und Stoff wichtiger. Eine unbekannte Vintage-Weste, die perfekt sitzt und schön verarbeitet ist, kann viel stärker sein als ein teures Label, das nicht gut passt.
Achten Sie also zunächst auf Konstruktion, Passform und Zustand und dann auf die Marke.
Darf ein Schneider eine Weste ändern?
An den Seitennähten oder am Rücken kann eine Weste oft etwas enger werden. Auch kleine Reparaturen an Knöpfen, Futter und Nähten sind in der Regel möglich.
Viel schwieriger ist eine Weste, die zu kurz ist oder deren Schulter- und Armausschnitte grundlegend falsch sind. Daher ist es am besten, ein Modell mit der richtigen Länge und dem richtigen Oberteil zu kaufen.
Wie trägt man eine gebrauchte Weste?
Eine Weste kann klassisch zu Hemd und Hose getragen werden, kann aber auch lockerer zu Cordhosen, Jeans oder unter einer Jacke getragen werden. Eine Krawatte ist nicht erforderlich.
Für Kombinationen lesen Sie unseren Ratgeber Weste Herren kombinieren und Kann eine Weste ohne Jacke getragen werden?.
Soll der untere Knopf geöffnet werden?
Bei einer klassischen Weste bleibt der untere Knopf meist offen. Dadurch sitzt die Weste oft besser, wenn Sie sitzen und sich bewegen.
Mehr dazu können Sie hier lesen Warum lässt man den unteren Knopf einer Weste offen?.
Checkliste beim Kauf einer gebrauchten Weste
- Brust- und Taillenpassform ohne Falten.
- Die Länge reicht bis zum Bund der Hose.
- Schultern und Armausschnitte liegen ruhig.
- Alle Knöpfe und Knopflöcher sind in Ordnung.
- Verstellgurt und Schnallenfunktion.
- Rücken und Futter sind nicht getragen.
- Taschen sind intakt.
- Keine ernsthaften Mottenlöcher oder dünnen Stellen.
- Alle Reparaturen sind einfach und logisch.
- Das Modell passt zu der Art und Weise, wie Sie es tragen möchten.
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Möchten Sie wissen, was Sie darunter tragen? Dann lesen Sie Was trägt man unter einer Weste?.
Kurze Antwort: Kaufen Sie eine gebrauchte Weste hauptsächlich aufgrund von Passform, Länge und Zustand. Überprüfen Sie dann Knöpfe, Knopflöcher, Rückenteil, Verstellriemen, Futter und Taschen. Wenn Brust, Schultern und Länge in Ordnung sind, können kleinere Reparaturen oft leicht übersehen werden.