Gebrauchtes Herrenhemd: Worauf sollte man beim Kauf achten?
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Achten Sie bei einem gebrauchten Hemd besonders auf Kragen, Manschetten, Achseln, Knöpfe, Nähte, Verfärbungen und Passform. An diesen Stellen lässt sich schnell erkennen, wie oft ein Hemd getragen wurde. Prüfen Sie außerdem, ob der Stoff noch stabil ist und verlassen Sie sich nicht blind auf das Größenetikett: Ältere und andere Marken können ganz unterschiedlich sitzen.
Ein gutes gebrauchtes Hemd kann jahrelang halten. Kleinere Abnutzungserscheinungen müssen kein Problem darstellen, vielmehr sind Abnutzungserscheinungen an Kragen und Manschetten, dauerhafte Verfärbungen in der Achselhöhle oder eine verzerrte Passform im Vorfeld zu erkennen.
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Warum ein Second-Hand-Shirt interessant ist
Secondhand finden Sie eine riesige Auswahl an Kragen, Drucken, Stoffen und Passformen. Gerade bei Vintage-Hemden stößt man auf Details, die man in modernen Kollektionen seltener findet: größere spitze Kragen, unterschiedliche Manschetten, auffällige Prints und weite Schnitte.
Da Hemden relativ leicht und gut kombinierbar sind, sind sie auch eine günstige Möglichkeit, gebrauchte oder Vintage-Herrenkleidung zu tragen.
1. Beginnen Sie am Kragen
Der Kragen ist eine der ersten Stellen, an denen ein getragenes Hemd Abnutzungserscheinungen aufweist. Öffnen Sie es und schauen Sie sich das Innere und Äußere an.
Bitte beachten Sie:
- dünne oder ausgefranste Kanten;
- dauerhafte Verfärbung im Inneren;
- beschädigte Kragenspitzen;
- eine verzerrte oder stark zerknitterte Einlage.
Einige Verfärbungen verschwinden manchmal beim Waschen, starke Abnutzung am Rand des Kragens ist jedoch in der Regel dauerhaft.
2. Überprüfen Sie die Manschetten
Nach dem Kragen sind die Manschetten ein wichtiger Tragepunkt. Achten Sie besonders auf die Kanten und den Bereich um den Knopf herum.
Wenn die Fasern dünn geworden sind oder der Stoff bereits ausfranst, ist das Hemd abgenutzter, als es auf den ersten Blick scheint. Überprüfen Sie bei französischen Manschetten auch die Knopflöcher auf Manschettenknöpfe.
3. Schauen Sie sich die Achseln genau an
Überprüfen Sie sowohl das Äußere als auch das Innere. Suchen Sie nach Verfärbungen, Flecken und geschwächtem Stoff.
Verfärbungen in der Achselhöhle lassen sich nicht immer vollständig entfernen und eine aggressive Behandlung kann sogar zu Schäden am Stoff führen. Das fällt bei weißen und hellen Shirts natürlich stärker auf als bei dunklen Drucken.
4. Überprüfen Sie Brust, Bauch und Rücken auf Flecken
Bewahren Sie das Hemd in gutem Licht auf. Manche Fett- oder Getränkeflecken sind auf einem Kleiderbügel kaum sichtbar, fallen aber aus einem anderen Blickwinkel plötzlich auf.
Schauen Sie auch unter den Taschen, entlang der Knopfleiste und unten an der Vorderseite nach. Kleine Flecken fallen auf Ausdrucken möglicherweise weniger auf, sie verschwinden jedoch nicht automatisch.
5. Testen Sie alle Knöpfe und Knopflöcher
Überprüfen Sie, ob alle Knöpfe vorhanden und sicher befestigt sind. Ein fehlender Knopf lässt sich in der Regel leicht ersetzen, insbesondere wenn ein Ersatzknopf verfügbar ist.
Wichtiger sind eingerissene Knopflöcher oder beschädigter Stoff rund um die Knöpfe. Achten Sie auch auf die Manschetten und etwaige Button-Down-Knöpfe am Kragen.
6. Überprüfen Sie die Nähte
Sehen Sie sich Schulternähte, Seitennähte, Achselnähte und Ärmeleinsätze an. Eine lockere Naht kann in der Regel repariert werden; Schwieriger ist es, Stoff zu entfernen, der neben der Naht gerissen ist.
Bei sehr dünnen oder alten Stoffen können Spannungen an den Nähten darauf hindeuten, dass das Material an Festigkeit verliert.
7. Bewerten Sie das Material selbst
Fühlen Sie, ob der Stoff noch gleichmäßig und fest ist. Bei Baumwolle können durch häufiges Tragen und Waschen dünne Stellen entstehen. Achten Sie bei feinen Stoffen auf Risse oder kleine Löcher.
Bei Flanell kommt es zu starkem Pilling oder dünner werdenden Ellenbogen. Achten Sie bei Seide oder Viskose besonders auf Beschädigungen, da feine Stoffe empfindlicher sein können.
8. Achten Sie auf Schrumpfung und Verformung
Ein gebrauchtes Hemd wurde in der Regel bereits mehrmals gewaschen. Das hat den Vorteil, dass eine anfängliche Schrumpfung oft schon erfolgt ist.
Allerdings kann es vorkommen, dass ein Hemd falsch gewaschen wird und sich dadurch verformt. Überprüfen Sie, ob die Seitennähte gerade sind, der Kragen symmetrisch ist und die Ärmel ungefähr gleich sind.
9. Verlassen Sie sich nicht blind auf das Größenetikett
Die Größen variieren stark je nach Marke, Modell und Zeitraum. Beispielsweise kann eine Vintage-Größe L schmaler oder viel weiter ausfallen als eine moderne L.
Vergleichen Sie daher beim Online-Kauf die Achselmaße, die Rückenlänge und die Ärmellänge mit einem Hemd, das zu Hause gut passt.
Lesen Sie auch Slim-Fit-, Regular-Fit- oder Loose-Fit-Hemd: Was ist der Unterschied?.
10. Schauen Sie sich die Form und den Stil des Kragens an
Nicht jeder ältere Kragen ist aus der Mode; einige sind tatsächlich interessant. Große spitze Kragen, Button-Down-Kragen und schmalere klassische Kragen verleihen jeweils einen anderen Look.
Sind Sie gezielt auf der Suche nach Vintage? Dann lesen Sie auch Vintage 70er-Jahre-Shirts: Daran erkennt und trägt man sie.
Drucke: Karomuster und Tragbarkeit
Ein kräftiger Aufdruck kann ein Hemd zu etwas Besonderem machen, aber prüfen Sie auch, ob die Farben noch frisch sind und das Muster nicht stellenweise verblasst ist.
Bei auffälligen Prints ist es klug, sich im Voraus zu überlegen, womit man das Shirt kombiniert. Weitere Inspiration finden Sie in Printshirt Herren: So kombinierst du Prints.
Material: Lesen Sie das Etikett, wenn es noch vorhanden ist
Verwenden Sie das Materialetikett, sofern vorhanden und lesbar. Baumwolle, Leinen, Polyester, Viskose und Mischungen verhalten sich alle unterschiedlich.
Bei Vintage-Shirts kann ein Etikett fehlen oder unleserlich sein. Dann ist es besser, mit konkreten materiellen Hinweisen vorsichtig zu sein, als sich auf das Gefühl zu verlassen.
Kann man ein gebrauchtes Hemd noch anpassen?
Manchmal lässt sich ein Hemd an den Seitennähten oder am Rücken einnähen. Je nach Bündchen und Konstruktion ist auch eine Kürzung der Ärmel möglich.
Viel schwieriger sind ein zu enger Halsausschnitt, zu schmale Schultern oder zu kurze Ärmel. Kaufen Sie daher vorzugsweise ein Hemd mit ausreichender Hals-, Schulter- und Ärmellänge.
Wie erkennt man, ob ein Vintage-Hemd gut passt?
Vintage muss nicht gleichbedeutend mit modernem Slim Fit sein. Ein 70er- oder 90er-Jahre-Shirt kann bewusst weiter geschnitten sein. Achten Sie daher nicht nur darauf, wie viel Stoff noch übrig ist, sondern auch darauf, ob die Proportionen stimmen und die Schulternaht logisch ist.
Lesen Sie auch Tragen Sie ein Vintage-Shirt: So kombinieren Sie es, ohne sich schick zu machen.
Checkliste beim Kauf eines gebrauchten Hemdes
- Kragenkanten sind nicht stark abgenutzt.
- Die Manschetten sind intakt und nicht ausgefranst.
- Keine problematische Achselverfärbung.
- Keine hartnäckigen Flecken auf Brust, Bauch oder Rücken.
- Alle Knöpfe und Knopflöcher sind in Ordnung.
- Nähte sind intakt.
- Der Stoff weist keine dünnen Stellen, Löcher oder ernsthafte Beschädigungen auf.
- Das Hemd verformt sich nicht durch unsachgemäßes Waschen.
- Hals, Schultern und Ärmel passen.
- Die Maße wurden mit einem gut sitzenden Hemd verglichen.
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Möchten Sie lernen, umfassender einzuschätzen? Dann lesen Sie auch Qualität in gebrauchter Herrenbekleidung erkennen.
Kurze Antwort: Kaufen Sie ein gebrauchtes Hemd, insbesondere in Bezug auf Kragen, Manschetten, Achselhöhlen, Stoff und Passform. Knöpfe lassen sich leicht austauschen, aber starker Verschleiß, dauerhafte Verfärbung und falsche Schulter- oder Halsgröße sind viel schwieriger zu beheben.